Doktortitel aus dem Fürstentum

Auf dem Weg zum Wissenschaftsstandort

G.M. Erstmals in der Geschichte Liechtensteins sind vor kurzem Doktortitel vergeben worden, die an einer liechtensteinischen Bildungsstätte erworben wurden. An der Promotionsfeier der Privaten Universität im fürstentum Liechtenstein (UFL) konnten elf Mediziner die Promotionsurkunde mit dem Titel  "Dr.scient.med." entgegennehmen. Die auf private Initiative im Jahre 2000 gegründete Universität führt in den Fachbereichen wissenschaftliche Medizin und Rechtswissenschaften berufsbegleitende Doktoratsstudien und Master-Studiengänge in Vermögensrecht sowie in Mediation und Konfliktmanagement an. Das dissertationsbegleitende Studium in medizinischer Wissenschaft ist für Mediziner und Naturwissenschaftler konzipiert, die ihre Forschungskompetenz für die derzeitige oder künftige Tätigkeit ausbauen wollen.

Um den hohen wissenschaftlichen Ansprüchen zu genügen, baute die Private Universität ein internationales Netzwerk über Kooperationen mit Universitäten und Forschungsinstituten in der Schweiz, Österreich, Deutschland, Schweden und Australien auf. Zusammenarbeitsverträge bestehen mit dem Vorarlberger Institute for Vascular Investigation und Treatment (VIVIT), Feldkirch, der Academia Raetica (ACAR), Davos und mit dem Centre Suisse d'Electronique et de Microtechnique (CSEM), das neu in Landquart einen Standort für Nanomedizin aufgebaut hat, an dem sich auch Liechtenstein beteiligte.
Regierungschef Otmar Hasler attestierte der Privaten Universität Modellcharakter im tertiären Bildungsbereich. Die Ausrichtung der Bildungsinstitution stimmt mit dem Bestreben der Regierung überein, Liechtenstein zu einem Forschungs- und Wissenschaftsstandort aufzubauen. Eine Expertengruppe schlug der Regierung als Zukunftsmodell eine koordinierte Hochschullandschaft vor, die Kooperationen mit ausländischen Bildungs- und Forschungseinrichtungen eingeht.

Triesen, 21.10.08