Laufende Forschungsprojekte
Learning and memory: task-dependent brain development
The collaboration between the Australian National University with the University of the Principality of Liechtenstein will benefit from its entry into research an area of neuroscience and brain development that is currently receiving considerable attention world-wide.
Background
There is an increasing body of evidence suggesting that, in many animal species, the growth and development of specific brain regions is related to the extent to which these regions are called upon, or exercised, to perform the specific behavioural tasks for they have been evolved. For example, in songbirds, the learning of songs is accompanied by a marked increase in the volume of the auditory forebrain. Food-storing birds exhibit an increase in the volume of the hippocampus – the brain region that is thought to be involved in orientation and navigation – when they begin to cache food. In human beings, a recent study discovered that taxicab drivers in London carried a larger anterior hippocampus than other Londoners of a comparable age. In juvenile honeybees, the mushroom bodies – brain regions of the honeybee that are believed to play a role similar to that of the hippocampus in humans – show a marked increase in volume after the onset of foraging. Similarly aged bees that are prevented from foraging do not exhibit this increase. The mushroom bodies of the insect brain have also been implicated in visual and olfactory learning.
Project
We wish to explore whether the development of the mushroom bodies and other brain regions in young bees depends upon the nature of the learning task in which they are engaged. We will examine tasks that involve two sensory modalities: olfaction and vision, both of which are important to successful foraging. The honeybee is proving to be an excellent model system in which to study processes of learning and memory at behavioural, cellular and molecular levels. The reason for this is that, despite its relatively small and simple nervous system, comprising fewer than a million neurons, the bee displays a large and interesting repertoire of behaviours that involve suprisingly complex visual, navigational and 'cognitive' tasks.
Prospektive Beobachtungsstudie an 756 Herzpatienten
Sachgebiete: Medizin
Schlagworte: Herzinfarkt, Atherosklerose, Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes mellitus
Von Oktober 1999 bis Oktober 2000 wurden konsekutiv 767 Vorarlberger und Liechtensteiner Patienten mit klinischer Indikation zur Koronarangiographie in eine Querschnittstudie aufgenommen. Von diesen Patienten wurden jeweils über 60 Parameter erfasst, die das anamnestische und metabolische Risikoprofil sowie das angiographisch erhobene Bild der Herzkranzgefäßerkrankung dieser Patienten charakterisieren. Durch die Erfassung einer so großen Zahl von Patienten über ein ganzes Jahr wurden jahreszeitlich bedingte Abweichungen ausgeschlossen. Unsere bisherige Forschungsarbeit ergab zahlreiche überraschende und klinisch bedeutende Ergebnisse. So konnten wir die gängige, in Lehrbüchern vertretene Ansicht über die Morphologie der koronaren Herzkrankheit beim Patienten mit Diabetes mellitus umstoßen. Unsere Forschungsergebnisse rücken die Bedeutung des HDL-Cholesterins bei der Atherosklerose des Patienten mit Diabetes mellitus in ein ganz neues Licht und betonen stark die Bedeutung der Gerinnungsbereitschaft des Blutes in der diabetischen Koronarsklerose.
Die Patienten werden alle 2 Jahre zu einer Nachuntersuchung an unser Institut eingeladen. Je länger die Studie andauert, desto exakter und aussagekräftiger werden die Prognosen zu bestimmten Risikofaktoren für eine koronare Herzerkrankung. Zur zeit läuft gerade das 6-Jahres Follow-up.
Beobachtungsstudie an 2000 Herzpatienten – KS II
Sachgebiete: Medizin
Schlagworte: Herzinfarkt, Atherosklerose, Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes mellitus
Zur Zeit werden alle Herzpatienten mit klinischer Indikation zur Koronarangiographie in eine neue Querschnittstudie aufgenommen. Von diesen Patienten wurden wie in der KS-I jeweils über 60 Parameter erfasst, die das anamnestische und metabolische Risikoprofil sowie das angiographisch erhobene Bild der Herzkranzgefäßerkrankung dieser Patienten charakterisieren. Zusätzlich werden jedoch noch die Knochendichte sowie die Intima-Media Dicke mittels Ultraschall erhoben. Die Studie soll solange laufen, bis mindestens 2000 Patienten erfasst worden sind.
Untersuchung zur Inzidenz von Mortalität und kardiovaskulären Ereignissen bei Vorarlberger pAVK-Patienten mit und ohne gestörten Glukosestoffwechsel
Sachgebiete: Medizin
Schlagworte: PAVK, Atherosklerose, Diabetes mellitus
Diabetes mellitus Typ 2 ist ein Hauptrisikofaktor für die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) und mit einer deutlich höheren kardiovaskulären Mortalität assoziiert. Atherogene Faktoren bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 wie z.B. erhöhte Triglyceride, niedrigeres HDL-Cholesterin und Hypertonie wurden intensiv untersucht. Nur wenige Daten existieren jedoch zu Patienten mit Diabetes mellitus und bekannter peripherer Angiosklerose in einem prospektiven Setting. Von dieser Untersuchung erwarten wir wichtige Erkenntnisse zur Inzidenz kardiovaskulärer Ereignisse bei Vorarlberger pAVK-Patienten. Im Hinblick auf künftige diagnostische und therapeutische Ansätze für diese Patienten ist dieses Vorgehen unumgänglich.
Molekularbiologische Risikoanalyse kardiovaskulärer Erkrankungen
Sachgebiete: Medizin, Genetik
Schlagworte: Molekularbiologie, Genetik
Trotz aller Bemühungen der letzten Jahre sind Herz-Kreislauferkrankungen noch immer in der Sterbestatistik führend. Sie haben in der westlichen Welt einen Anteil von über 50% an der Gesamtmortalität. Das Risiko einer Herz-Kreislauferkrankung setzt sich aus - bereits sehr gut untersuchten - Umweltfaktoren einerseits und genetischen Bedingungen andererseits zusammen. Die genetischen Faktoren sind dabei keineswegs für alle Menschen dieser Erde dieselben, weshalb Forschungsergebnisse anderer Regionen (z.B aus den U.S.A.) nur bedingt für die Bevölkerung Vorarlbergs übertragbar sind. Da in unserer Region in dieser Hinsicht bisher ein forscherisches Vakuum besteht, hat eine molekularbiologische Untersuchung der regionalen Bevölkerung höchste Priorität. Kernfragen stellen sich im Bereich genetischer Schwachstellen der Blutzuckerregulation, des Fettstoffwechsels und der Gewichtsregulation. Methoden: PCR: Polymerase Kettenreaktion zum Nachweis von Single Nucleotid Polymorphism (SNP). Molekulare Zielstrukturen: Uncoupling proteine (UCP), Lipoproteinlipase (LPL), Apolipoproteine.
Psychosoziale Risikofaktoren kardiovaskulärer Erkrankungen
Sachgebiete: Medizin, Psychologie
Schlagworte: Psychokardiologie
Zu verstehen, warum eine Person körperlich erkrankt oder ihre Gesundheit bewahrt, gehört zu den größten Herausforderungen an die Gesundheitswissenschaften. Je besser unser diesbezügliches Wissen, desto besser die Chancen Krankheiten nicht nur erfolgreich zu behandeln, sondern ihrem Auftreten nach Möglichkeit vorzubeugen. Da sich in diesem Jahrhundert neben der Medizin eine Reihe weiterer Disziplinen dieser Frage zugewandt hat, verfügen wir über ein breites und differenziertes gesundheitliches Wissen. Dieser erfreuliche Erkenntniszuwachs kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass es mit Hilfe des zur Zeit in den Gesundheitswissenschaften dominierenden biomechanistischen Paradigma nur in einem gewissen Umfang gelingt, die interindividuelle Varianz in der körperlichen Gesundheit aufzuklären.
In der vorliegenden Untersuchung werden im Sinne des integrativen Ansatzes des bio-psycho-sozialen Gesundheitsmodells das Risikoprofil bei dem Patientenkollektiv der KS-II mit Hilfe anerkannter Selbstbeurteilungsverfahren zu den Konstrukten Depression, sozialer Unterstützung, koronare Risikopersönlichkeit, Selbstwirksamkeit, Lebensqualität und kognitiver Status untersucht.
Einfluss des Lebensstils auf die koronare Herzerkrankung
Sachgebiete: Medizin
Schlagworte: Lebensstil
Der Lebensstil spielt in der Prävention und Intervention der Herzerkrankung eine herausragende Rolle, da er einen Faktor darstellt, den der Patient selbst modifizieren kann. Durch ein standardisiertes Erhebungsinstrument (FEG) erheben wir bei den Patienten der KS-II deren Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten sowie deren Änderungswünsche.
Effekt von Omega-3-Fettsäuren auf die Blutfette, Gerinnungsparameter und Entzündungsmarker bei Rauchern mit Hypertriglyzeridämie.
Sachgebiete: Medizin
Schlagworte: Omega.3 Fettsäuren, Fischöl
Die inverse Korrelation zwischen Fischverzehr und kardiovaskulärer Mortalität ist aus mehreren epidemiologischen Studien der letzten 20 Jahren hervorgegangen. Der protektive kardiovaskuläre Effekt wurde dabei auf die in Fischölen enthaltenen mehrfach ungesättigten Fettsäuren Eikosapentaensäure (EPA) und Dokosahexaensäure (DHA) zurückgeführt.
Der Zweck dieser Pilotstudie ist, die Wirksamkeit und Verträglichkeit einer Therapie mit Omacor® 1000 mg 3x täglich bei männlichen Rauchern zu untersuchen. Omacor® ist ein Arzneimittel, welches in Österreich bereits zugelassen ist. Es wird gegenwärtig für die Behandlung von erhöhten Triglyzeridwerten bei Patienten mit bestehendem Risiko für koronare Herzkrankheit verwendet. Erhöhte Triglyzeridwerte sind ein Risikofaktor für kardiovaskuläre Erkrankungen und speziell bei Rauchern erhöht.
Atemgasanalyse: Entwicklung von klinischen Anwendungen im Bereich Fettstoffwechselstörungen
Sachgebiete: Medizin
Schlagworte: Atemgasanalyse
Die Atemgasanalyse ist ein noch junges medizinisches Fachgebiet mit großem klinischen Zukunftspotential in Diagnose und Therapieüberwachung. Ihr Einzug in den klinischen Alltag rückt gegenwärtig in greifbare Nähe. So kommt die Atemgasanalyse als Verfahren zur Erkennung von Asthma, kardiovaskulären Erkrankungen, Nieren- und Leberversagen, Lungen- und Mammakarzinomen, ebenso in Frage wie bei der Untersuchung des Metabolismus während dem Schlaf oder unter sportlicher Belastung. Insbesondere könnten einfache Atemgasanalysen aufwändigere Harn- und Bluttests ergänzen oder gar ersetzen, wodurch einige Volkskrankheiten früher und sicherer zu diagnostizieren sein werden.
Im Jahr 2004 wurde zwischen der FH-Vorarlberg, dem Vivit Institut am Landeskrankenhaus Feldkirch und Prof. Anton Amann von der Medizinischen Universität Innsbruck ein Dreierkonsortium „Atemgasanalyse“ gegründet. Im Rahmen dieser Kooperation sollen mit massenspektrometrischen Methoden Atemgasproben von Probanden und Patienten untersucht werden. Erst in vereinzelten Pilotstudien untersucht ist die Verwendung von atemgasbasierten Methoden bei Fettstoffwechselstörungen. Hier setzt eine gemeinsame Studie des erwähnten Dreierkonsortiums an, um insbesondere die Bedeutung von Isopren im Atemgas zu untersuchen. Isopren ist eine Substanz, die im Cholesterinstoffwechsel eine Rolle spielt. Mittelfristiges Ziel ist eine klinische Verwertung der erhaltenen Resultate.
Metabolische Effekte von exzentrischer und konzentrischer Muskelarbeit bei Diabetikern – Karrenstudie II
Sachgebiete: Medizin, Sportmedizin
Schlagworte: Exzentrische und konzentrische Muskelarbeit
Welche Art von Muskelbelastung sich positiv auf die Blutfettwerte und folglich auf das Risiko einer Herzgefäßerkrankung auswirkt – darüber war bis dato noch wenig bekannt.
Die Auswertung der im Jahre 2003 durchgeführten „Karrenstudie“, welche über einen Zeitraum von 16 Wochen die unterschiedlichen Effekte von Aufwärts- und Abwärtsgehen (konzentrischer und exzentrischer Muskelarbeit) untersuchte, brachte ermutigende Ergebnisse. Die Blutfettwerte konnten beim Aufwärtsgehen - abhängig vom Trainingsumfang - signifikant gesenkt werden. Auch das selektive Abwärtswandern hat seinen gesundheitsförderlichen Effekt: so wird durch die exzentrische Belastung der Abwärtsbewegung sogar mehr Zucker im Muskel abgebaut als bei der Aufwärtsbewegung. Dies hat für die Prävention und Behandlung von “Zivilisationskrankheiten“ wie dem Diabetes durchaus eine wichtige Bedeutung. Daher wird zur Zeit ein Studienprotokoll zur Behandlung der Störung im Zuckerhaushalt bei Diabetikern durch gezielte exzentrische Muskelarbeit (z.B. Abwärtswandern) ausgearbeitet.