Zwischenbilanz zur DSGVO

Was hat sich mit der DSGVO verändert?

Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) wurde in der EU ab dem 25. Mai und im EWR ab dem 20. Juli 2018 wirksam. Vor allem in der Anfangsphase sorgte die DSGVO für sehr viel Aufsehen.

Mittlerweile ist es um die DSGVO etwas ruhiger geworden. Hat sie ihre Ziele erreicht? Ein wesentliches Ziel der DSGVO besteht in der Harmonisierung des Datenschutzes. Ist dies gelungen? Dieser und anderen Fragen wird an dieser Veranstaltung nachgegangen. Es soll eine erste Zwischenbilanz gezogen werden. Und dies aus drei unterschiedlichen Perspektiven. Erstens werden Unternehmen aus unterschiedlichen Ländern und unterschiedlichen Branchen über ihre Erfahrungen berichten. Zweitens wird das Thema auch aus dem Blickwinkel der Schweiz beleuchtet, ehe drittens die Datenschutzbehörden (aus Liechtenstein, Österreich und Bayern) ihre Sicht der Dinge präsentieren. Abschliessend wird durch diese Datenschutzbehörden auf je ein wichtiges Thema für die Praxis eingegangen und ihre eigene Sicht dargelegt. Auch dies vor dem Hintergrund, ob die Harmonisierung gelingt oder ob es unterschiedliche Ansichten gibt. Wie sollen Unternehmen damit umgehen?

17. Dezember 2019, im Gemeindesaal Triesen (Dröschistrasse 4, 9495 Triesen, Liechtenstein)

 

08.30 Uhr

Einlass

09.00 Uhr Begrüssung
Dr. Philipp Mittelberger
Präsident von dsv.li – Datenschutzverein in Liechtenstein

Block 1

09.05 - 10.45 Uhr
 

 

Erfahrungsberichte von betroffenen Unternehmen
aus Österreich, Liechtenstein und Deutschland

In diesem Block berichten Unternehmen über ihre Erfahrungen mit der Umsetzung mit speziellem Fokus auf Schwierigkeiten und Fallstricke. Wo sollte man besonders Acht geben?

Referenten

Mag. Florian Brutter, Wirtschaftskammer Tirol, Österreich

Christine Wohlwend, Hoval, Liechtenstein

Regina Mühlich, AdOrga Solutions GmbH, München, Deutschland

ModerationMichael Mrak, Vorstandsmitglied der privacy officers, Verein der Datenschutzbeauftragten in Österreich

10.45 Uhr

Pause

Block 2

11.00 - 12.45 Uhr 

 

Die DSGVO und die Schweiz: Erfahrungsberichte und aktueller Stand der Gesetzesrevisionen

In diesem Block geht es um ein sehr wichtiges Drittland: die Schweiz. Inwiefern sind Unternehmen in der Schweiz betroffen?Die DSGVO verfolgt einen extraterritorialen Ansatz (Marktortprinzip). Sind alle Unternehmen in der Schweiz mit einem Bezug zu betroffenen Personen im EWR davon tangiert? Derzeit wird auch insbesondere das Schweizer Bundesgesetz über den Datenschutz revidiert. Wie ist hier der Stand der Dinge? Wird die "Angemessenheit" des Datenschutzes in der Schweiz auch künftig gegeben sein?

Referenten

Dr. Matthias Glatthaar, Leiter Datenschutz und Digitalisierung, Migros-Genossenschafts-Bund

Dr. David Vasella, WalderWyss Rechtsanwälte

Dr. Bruno Baeriswyl, Datenschutzbeauftragter des Kantons Zürich

ModerationDr. Philipp Mittelberger, Präsident von dsv.li

12.45 - 13.45 Uhr

Mittagspause 

Block 3

13.45 - 15.15 Uhr

 

Erfahrungsberichte von Datenschutzbehörden

In diesem Block berichten verschiedene Datenschutzbehörden ihre Sicht der Dinge. Auch für sie hat sich sehr viel geändert. Wie sieht ihre Erfahrung aus? Es geht dabei um die folgenden Themen:

  • Von der Datenschutzbehörde zur Aufsichtsbehörde: was hat sich wie geändert?
  • Umgang mit Beschwerden
  • Erfahrung mit Sanktionen
  • Erfahrung mit grenzüberschreitenden Beschwerden (One Stop Shop, Kohärenzerverahren)
 
Referenten

Dr. Marie-Louise Gächter-Alge, Datenschutzstelle Liechtenstein

Dr. Matthias Schmidl, Datenschutzbehörde Österreich

Alexander Filip, Bayerisches Landesamt für Datenschutzaufsicht

 

Moderation

Hier soll über die bisher gemachten Erfahrungen (auch mit dem Teilnehmer) diskutiert werden; dies auch unter dem Anliegen der Harmonisierung.

Iris Phan, Leibniz Universität Hannover

15.15 - 15.30 Uhr

Pause

Block 4

15.30 - 17.00 Uhr

Ansicht der Datenschutzbehörden zu konkreten Themen: Wird die Harmonisierung erreicht?

 In diesem Block wird durch diese Datenschutzbehörden auf je ein wichtiges Thema für die Praxis eingegangen und ihre eigene Sicht dargelegt. Auch dies vor dem Hintergrund der Harmonisierung. Woran sollen sich Unternehmen orientieren, wenn es keine bekannte Meinung der Datenschutzbehörde gibt? Konkret wird auf drei wichtige Themen aus der Praxis eingegangen:

  • Die Aufbewahrung von Daten und die Frage der Beachtung von Verjährungsfristen: Dr. Matthias Schmidl
  • Abgrenzung Verantwortlicher - gemeinsame Verantwortliche – Auftragsverarbeiter unter Beachtung der jüngsten Rechtsprechung des EuGH, Dr. Marie-Louise Gächter-Alge
  • Das Recht auf Auskunft (und auf Kopie) in der Praxis der Aufsichtsbehörden (und der Gerichte): Alexander Filip
 

 

Moderation

Auch hier ist eine Diskussion (ebenfalls mit dem Teilnehmer) geplant. Wie sehen das die anderen Aufsichtsbehörden?

Regina Mühlich, Vorstandsmitglied des Berufsverbandes der Datenschutzbeauftragten Deutschlands (BvD) e. V

17.00 - 17.15 Uhr

Zusammenfassung und Verabschiedung

Dr. Philipp Mittelberger, Präsident von dsv.li

               

 

Die Veranstaltung wird im Gemeindesaal in Triesen stattfinden.

Teilnahmegebühr (inklusive Seminarunterlagen und Pausenverpflegung)

Ganztags (inklusive Mittagessen)CHF 575.00
Teilnahme VormittagCHF 350.00
Teilnahme NachmittagCHF 300.00
Studierendenermässigung -20%

 

Wir bitten um Anmeldung bis spätestens 08. Dezember 2019 an info@ufl.li (Frau Daniela Cerqueira, Universitätssekretariat).

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