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Wissenschaftsgespräche Triesen lanciert

Wissenschaftsgespräche Triesen und dotierter Jugendwettbewerb vorgestellt

Die Private Universität im Fürstentum Liechtenstein (UFL) und die Gemeinde Triesen haben die «Wissenschaftsgespräche Triesen» ins Leben gerufen, die erstmals am Samstag, 14. September 2019, von 13.30 bis 20.00 Uhr in Triesen stattfinden. Anlässlich einer Medienorientierung stellten Vertreter und Vertreterinnen von Gemeinde und Universität die Idee und das Programm der Öffentlichkeit vor.
 

„Triesen als der Bildungsstandort in Liechtenstein pflegt seit vielen Jahren eine enge Zusammenarbeit mit der UFL und bietet gerne Hand, die «Wissenschaftsgespräche Triesen» ins Leben zu rufen und damit die Attraktivität des Bildungsstandorts zu sichern und weiter auszubauen“, so Gemeindevorsteher Günter Mahl.

 

„Die UFL existiert seit bald 20 Jahren und es war und ist ihr stets ein Anliegen, die Wissenschaft transparent und zugänglich zu machen, ihr den Platz einzuräumen, den sie benötigt und verdient: Direkt bei den Menschen. Und ganz besonderes bei der jüngeren Generation“, erklärte Rektorin Barbara Gant die Beweggründe für die Initiative.


Als Fokus für die 1. Wissenschaftsgespräche Triesen wurde eines der aktuell häufig diskutierten, wissenschaftlich topaktuell und auch kontroversen Themen gewählt: «Genmanipulation am Menschen mit neuen Genscheren: Tabubruch oder neue Chance?»

 

Plattform für kritischen Diskurs

Ziel ist es, eine neue Plattform zur Informationsbeschaffung, kritischen Auseinandersetzung, zum Dialog und Diskussion über Wissenschaft, Forschung, Medien und Ethik anzubieten. Im Fokus steht dabei insbesondere auch die jüngere Generation, bei der wissenschaftlichen Erkenntnisse, deren Auswirkungen und gesellschaftlichen Folgen einen direkten Einfluss auf ihr zukünftiges Leben haben. Darüber hinaus wollen die Initianten eine kritische Auseinandersetzung der Gesellschaft mit Wissenschaft und Forschung fördern und sollen die Wissenschaftsgespräche Anlaufstelle für Schüler und Schülerinnen, Studierende, Interessierte sein, um sich auch über Berufs- und Karrieremöglichkeiten in Wissenschaft und Forschung zu informieren.

Programmleiter Prof. Thomas Meier, der aus London zugeschaltet wurde, erläuterte anlässlich der Medienorientierung das Programm. Die Wissenschaftsgespräche Triesen bieten die Möglichkeit, sich kompakt an einem Tag und in kurzer Zeit über die grossen Themen unserer Zeit zu informieren. Das Programm bietet nicht nur Spitzenvorträge international renommierter Experten und Expertinnen, sondern hat das Ziel die Öffentlichkeit einzubinden. „Der Anlass ist kostenlos und wir freuen uns über jede Mitwirkung und Beteiligung an der Diskussion“, so Prof. Meier. So würden die Wissenschaftsgespräche Triesen viel Raum für den Dialog insbesondere auch mit dem jüngeren Publikum bieten. Es bleibt ausreichend Zeit für Diskussionen und Fragen.

International renommierte Top-Referenten
Hochkarätige und international anerkannte Wissenschaftler folgen der Einladung nach Liechtenstein. So unter anderem:

Prof. Dr. Gerald Schwank, Professor am Institute of Molecular Health Sciences der ETH Zürich. Er ist mit seiner Forschung ein Pionier auf dem Gebiet dreidimensionaler Organmodelle und Gentherapien basierend auf der neuen gentechnischen Methode CRISPR/Cas. Gerald Schwank ist auch mitverantwortlich für den Aufbau der ersten «Swiss Organoid Biobank» innerhalb der Technologieplattform Nexus. Die Fachwelt ist sich einig, dass seine Forschung massgeblich dazu beitragen wird, die Medizin der Zukunft zu revolutionieren. (GEN SUISSE.)

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Otfried Höffe,Professor für Philosophie, Schwerpunkt (u.a.) Biomedizinische Ethik, Universität Tübingen.
Er machte sich einen Namen mit Arbeiten zur Ethik, Aristoteles und zu Immanuel Kant. Prof. Höffe ist Verfasser zahlreicher Bücher vor allem über Ethik, Rechts-, Staats- und Wirtschaftsphilosophie sowie Kant und Aristoteles und ist Ordentliches Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften sowie Mitglied in der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina. Sein Buch über Politische Gerechtigkeit wurde in zehn Sprachen übersetzt.

Hanna Wick, Physikerin und «Wissenschaftsjournalistin des Jahres» 2014, die nach 15 Jahren bei SRF und NZZ nun das Gymi-Lehrdiplom für Physik und Mathematik erlangen will.

Dotierter Jugendwettbewerb
UFL und Gemeinde haben anlässlich der 1. Wissenschaftsgespräche Triesen einen Jugendwettbewerb ins Leben gerufen, welcher der jungen Generation neben den spannenden Vorträgen und Podien Gelegenheit gibt, sich aktiv einzubringen und mitzudiskutieren. Die UFL und die Gemeinde Triesen laden die jungen Menschen in Liechtenstein ein, Beiträge einzureichen. Daniela Wellenzohn-Erne, Ressortinhaberin Bildung der Gemeinde Triesen, führte dazu aus. „Als Präsidentin des Gemeindeschulrats ist es mir ein Anliegen, Schülerinnen und Schüler, insbesondere Jugendliche in die 1. Liechtensteinischen Wissenschaftsgespräche zu integrieren“, erklärte Frau Wellenzohn-Erne.

Thema ist der Fokus der diesjährigen Wissenschaftsgespräche Triesen: Genmanipulation am Menschen mit neuen Genscheren: Tabubruch oder neue Chance?. Ziel ist es, dass sich Jugendliche schriftlich (z.B. in Form eines Aufsatzes) mit dieser Thematik auseinandersetzen und ihre Meinung dazu darlegen.

Von einer fünfköpfigen Jury aus den Bereichen Wissenschaft, Medizin, Medien und Ethik werden in einem anonymen Verfahren die Beiträge bewertet, die drei besten ausgewählt und mit Preisgeldern ausgezeichnet: 1000 Franken winken dem Sieger oder der Siegerin des Wettbewerbs, 750 Franken der oder dem Zweitplatzierten und für den 3. Platz ist ein Preisgeld von 500 Franken ausgelobt.

„Als Bildungsverantwortliche ist es mir sehr wichtig, dass Jugendliche am Lernen Spass haben und gleichzeitig lernen, sich mit Sach- und Fachthemen intensiv zu beschäftigen. Jugendliche wollen ernst genommen werden, ihre Anliegen müssen gehört werden. Und zwar frei, ohne irgendwelche Vorschriften zu machen“, schloss Daniela Wellenzohn-Erne.

 

Die detaillierte Ausschreibung ist unter www.ufl.li/Veranstaltungen abrufbar. 

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