Vorwort Unsere Universität Wir sind in regelmässigem Austausch mit dem Landtag, der Regierung und dem Fürstenhaus; alle sind sich in einem einig: Bildung ist der wichtigste und einzige Rohstoff, den das Land Liechtenstein besitzt. Und dieser Rohstoff vermehrt sich, wenn man ihn teilt. Auch diese Er- kenntnis ist Teil des grossen Ganzen. Bildung lässt sich nicht wegbom- ben. Nicht einsperren. Nicht verschweigen. Die grosse Kraft der Bil- dung steckt darin, dass sie uns entscheidungs- und handlungsfähig macht und deshalb ist sie auch die stärkste Waffe gegen all jene, die versuchen, eine freie Gesellschaft zu torpedieren. Bildung ist nicht nur ein gesellschaftlicher und kultureller Wert. Son- dern auch ein entscheidender Wirtschaftsfaktor, ja ein Standortortvor- teil. Gerade unsere Partnerschaften und Kooperationen mit Valens, Wien oder der Europäischen Union (Erasmus) – um nur einige zu nen- nen – zeigen, wie wissenschaftliche Exzellenz, Praxisnähe und wirt- schaftliche Relevanz zusammenwirken können. In unserer Region ge- schieht so viel mehr, als wir sehen. Wir können stolz auf das Erreichte sein und werden nicht nachlassen, uns für die Freiheit in Forschung und Lehre einzusetzen. Lassen Sie mich mit einem Dank an alle Freunde und Angehörigen der UFL, an unsere Partner, an Regierung, Landtag und Gemeinde für die vielfältige Unterstützung und das entgegengebrachte Vertrauen schliessen. Die- ses Vertrauen spornt uns an, motiviert uns. Ich lade Sie nun herzlich ein, diesen Bericht zu studieren, und ich hof- fe, Sie haben dabei ebenso viel Erkenntnis und Freude wie wir. Bleiben Sie interessiert. Und natürlich: Bleiben Sie uns gewogen. Ihr Prof. Dr. Lorenz Risch, Stiftungsratspräsident Liebe Freunde der UFL, liebe Leserschaft Unsere Universität, die UFL, ist im aristo- telischen Sinne ein Ganzes und damit mehr als die Summe seiner Teile. Sie ist nicht eine Ansammlung von Studien- programmen, Forschungsprojekten und Verwaltungsstrukturen. Sie ist ein Ort des Verbindens: von Disziplinen, von Ideen, von Menschen. Menschen, die als Individuen kamen und nun in Verbindung miteinander ihre volle Kraft entwickeln. Menschen, die ein grosses Ganzes erschaffen, wie es nur an Universitäten möglich ist. Dieses Ganze ist es, was unsere Universität so lebendig macht. Wenn wir auf das vergangene Jubiläumsjahr blicken, können wir feststellen: Wissenschaft ist beliebt. Unsere Studiengänge sind voll, Menschen aus dem gesamten DACHLI-Raum kommen zu uns, um zu forschen. Unsere beiden Studiengänge wurden letztes Jahr erneut und ohne Auflagen re-akkreditiert. 2025 durften wir unsere 15. Promotionsfeier durchfüh- ren. Unsere Institute haben weiter Fahrt aufgenommen, weitere wur- den gegründet. Wir bringen Themen voran, die gesellschaftlich rele- vant sind, sei dies in der medizinisch-wissenschaftlichen Forschung oder im Rechtsbereich. All das ist Teil einer tragfähigen Basis, die wir auch 2025 wieder gestärkt haben. In diesem Sinne ist eine Universität eine Gemeinschaft, in der Unter- schiedlichkeit nicht trennt, sondern bereichert; wo individuelles Streben und gemeinsame Ziele zusammenfinden; in der jede und jeder wirksam sein kann. Eine Gemeinschaft der Zuversicht: Denn wer forscht, wer lehrt und wer ausbildet, glaubt an die Zukunft und daran, sie gestalten zu können. Die UFL ermöglicht persönliche Entwicklung, die Vereinbarkeit von Be- ruf, Familie und Karriere. Das Durchschnittsalter unserer Studierenden ist 37, sie stehen also mitten im Leben. Die UFL hält Menschen im Land und holt Menschen ins Land. Sie steht für Inklusion, für Offenheit ge- genüber Menschen, Perspektiven, Lebenswegen. 3