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Expertenwissen: «Start in die rechtswissenschaftliche Promotion» von Prof. Klippel (Teil 2)

Drei Fragen sind zu Beginn einer Promotion zu beantworten:

Warum will ich promovieren? Welches Thema will ich in meiner Dissertation bearbeiten? Habe ich genügend Zeit, um eine Dissertation zu schreiben?

«Start in die rechtswissenschaftliche Promotion»

eine Serie von Prof. em. Dr. Diethelm Klippel

Teil 2: Das eigentliche Ziel der Dissertation

Von den Gründen, ein Promotionsstudium aufzunehmen, ist das eigentliche Ziel der Dissertation zu unterscheiden. Welche Leistung ist mit ihr zu erbringen? Dazu heißt es in den Promotionsordnungen der Juristischen Fakultäten wörtlich oder sinngemäß, es müsse eine selbstständige und vertiefte (rechts-)wissenschaftliche Leistung, ein Beitrag zur rechtswissenschaftlichen Forschung erbracht werden. Das wirft zwei Fragen auf: Was ist Rechtswissenschaft? Und wann liegt ein selbstständiger und vertiefter Beitrag zur rechtswissenschaftlichen Forschung vor?

Über die Charakteristika von Wissenschaft generell und von Rechtswissenschaft speziell kann man lange nachdenken. Hier mag die Feststellung genügen, dass die Rechtswissenschaft zu den Geistes- und Sozialwissenschaften gehört. Soweit sie das geltende Recht betrifft, ist sie eine angewandte Wissenschaft, weil sie sich auf rechtliche Normen, u.a. auf Gesetze, und auf die Rechtsprechung bezieht. Zudem will sie nicht zuletzt Problemlösungen für die Praxis liefern. Daneben ist die Rechtswissenschaft aber ebenfalls eine Grundlagenwissenschaft, vor allem, weil sie auch sog. Grundlagenfächer umfasst, so z.B. Rechtsphilosophie, Rechtsgeschichte, Rechtssoziologie und Kriminologie.

Lesen Sie mehr über den Beitrag zur rechtswissenschaftlichen Forschung im 3. Teil der Reihe «Start in die rechtswissenschaftliche Promotion».
https://www.ufl.li/universitaet/news/expertenwissen/start-in-die-promotion/

Das Modell der UFL

Das Studien- und Betreuungsmodell der UFL ist auf die Bedürfnisse berufstätiger Juristen und Juristinnen ausgerichtet. Es bietet zahlreiche Hilfestellungen, um den Einstieg und die Arbeit an der Dissertation zu erleichtern: unter anderem bei der Formulierung des Arbeitsthemas. Aber auch das Curriculum gibt weitere Hilfestellungen. So werden in mehreren Lehrveranstaltungen „Techniken und Formalien des rechtswissenschaftlichen Arbeitens“ behandelt. Regelmässig stellen die Studierenden einzelne Kapitel oder Abschnitte in Doktorierendenseminaren zur Diskussion. Die Studierenden erhalten früh einen Betreuer.  Die Doktoranden und Doktorandinnen werden an der UFL nicht alleingelassen!
https://www.ufl.li/studium/doktoratsstudium-rechtswissenschaften-dr-iur 

Prof. em. Dr. Diethelm Klippel (Dekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der UFL)

Professor an den Universitäten Bielefeld und Gießen und emeritierter Professor an der Universität Bayreuth. Dort hatte er den Lehrstuhl für Bürgerliches Recht und Rechtsgeschichte inne. Er war Mitglied des Leitungsgremiums des Gießener Graduiertenkollegs „Mittelalterliche und neuzeitliche Staatlichkeit“ und Sprecher des Bayreuther Graduiertenkollegs „Geistiges Eigentum und Gemeinfreiheit“. Unter seiner Betreuung wurden bisher etwa 70 Studierende promoviert. Sein Buch „Die rechtswissenschaftliche Dissertation. Eine Anleitung“ (Kohlhammer-Verlag,2020) beruht auf den gemachten Erfahrungen. 

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