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Medienberichte 2007

Rechtswissenschaftliches Symposium 2007

Rechtswissenschaftliches Symposium 2007

Symposium an der Universität für Humanwissenschaften in Triesen

TRIESEN – Die durch Forschung und Studienangebot zu einem echten Kompetenzzentrum für Vermögensrecht avancierte Liechtensteiner Universität für Humanwissenschaften diskutierte auf einem hochrangig besetzten Symposium gestern in Triesen aktuelle juristische Fragen zur Vermögensnachfolge in Liechtenstein.

Während der Bereichsleiter für Rechtswissenschaften an der Universität, Prof. Wolfgang Zankl, über Treuhand und Erbrecht referierte, der Bregenzer Rechtsanwalt Harald Bösch Stiftungen und Erbrecht beleuchtete und der Vaduzer Rechtsanwalt Stefan Ritter exemplarische Punkte des Liechtensteiner Erbrechts unter Ehegatten behandelte, widmete sich Uwe Öhri, Landrichter in Vaduz, vier höchstgerichtlichen Entscheidungen betreffend das Erbrecht in Liechtenstein.

Judikatur bei Erbschaftsansprüchen aus Stiftungen

Ob ein Erbe gegenüber einer Stiftung Ansprüche auf Pflichtteile und Auskünfte hat, ist im Erbstatut geregelt, das eine Aufstellung über Art und Umfang des Nachlasses enthält, ebenso wer in welchem Umfang pflichtteilsberechtigt ist. Bei der Anwendung von für das Pflichtteilsrecht wesentlichen Bestimmungen sind, wie Uwe Öhri ausführte, in Liechtenstein auch die Rechtssprechungen jenes Landes zu berücksichtigen, in denen das Erbstatut verfasst wurde, insbesondere in strittigen Fragen und bei gegensätzlichen Lehrmeinungen.

In einem anderen Fall waren nur jene Personen pflichtteilsberechtigt, die zum Zeitpunkt des Todes des Erblassers bereits diesen Status aufwiesen.

In einem weiteren vor Juristenkollegen referierten Fall wurde das vorzeitige Streben nach Erbschaften bzw .Verlassenschaften vorgestellt, bei dem der Oberste Gerichtshof entschieden hatte, dass einem potentiellen Erben im Verlassenschaftsverfahren weder Antragsrecht noch Rekurslegitimation zustehe, bevor nicht die Erbserklärung abgegeben werde.

Durchbrechung des Bankgeheimnisses

Grundsätzlich kann eine Liechtensteiner Bank nicht verpflichtet werden, Vermögenswerte des Erblassers, an denen er „wirtschaftlich berechtigt" war, bekannt zu geben. Und auch gegenüber dem Verlassenschaftsgericht muss die Bank nur unter bestimmten Bedingungen Auskünfte über das Vermögen des Erblassers zum Todeszeitpunkt geben. Etwa wenn amtsgerichtlich eine Inventur des Nachlasses zu erfolgen hat – meist erst bei Vorliegen einer bedingten Erbserklärung - oder bei Hinweisen einer konkreten Geschäftsbeziehung des Erblassers zur Bank.

Triesen, 23.11.07

Besuch an der Universität für Humanwissenschaften

Besuch an der Universität für Humanwissenschaften

Universität für Humanwissenschaften besucht

Im Rahmen der Besuche von Unternehmen und Institutionen besuchten Mitglieder des FBP-Präsidiums und der FBP-Landtagsfraktion gemeinsam mit Regierungschef Otmar Hasler und Regierungsrat Martin Meyer die Universität für Humanwissenschaften des Fürstentums Liechtenstein in Triesen. Der Vorsitzende des Universitätsrats, Peter Ritter, Rektor Willi Ribi und Univsitätsrat Josef Braun persönlich, gaben bei diesem Treffen tiefe und interessante Einblicke in das Innenleben der Universität.
Die Gäste konnten sich überzeugen, welchen Gewinn die Universität in der liechtensteinischen Bildungslandschaft darstellt und waren beeindruckt vom bisherigen Leistungsausweis. Ein eigenes Bild kann man sich auf www.ufl.li verschaffen.

Triesen, 16.11.07

Universität für Humanwissenschaften in Liechtenstein auf Wachstumskurs

Universität für Humanwissenschaften in Liechtenstein auf Wachstumskurs

Universität für Humanwissenschaften in Liechtenstein auf Wachstumskurs

Die Universität für Humanwissenschaft im Fürstentum Liechtenstein (UFL) in Triesen hat Modellcharakter im postgradualen Ausbildungs- und Forschungsbereich. Auf Studienbeginn Wintersemester sind 85 Studierende eingeschrieben. Mit einer Zunahme der Studentenzahl um rund 60 Prozent befindet sich die UFL auf Wachstumskurs.

Die Universität für Humanwissenschaften im Fürstentum Liechtenstein (UFL) setzte sich zum Ziel, die Lehr- und Forschungsprogramme auf die Bedürfnisse der weiteren Region im Vier-Länder-Raum Liechtenstein, Schweiz, Österreich und Deutschland auszurichten. Aus der in diesem wirtschaftlich und gesellschaftlich attraktiven Raum vorhandenen Nachfrage sind einmalige, exklusive Programme entstanden, die als Ergänzungen und nicht als Konkurrenzangebote zu den Studien an den traditionellen Universitäten aufgebaut sind. Neben dem vollbesetzten Dissertationsstudium „wissenschaftliche Medizin“ für Mediziner und Naturwissenschaftler bietet die UFL einen Lehrgang Executive Master (LL.M.) in Vermögensrecht und neu ein Doktoratsstudium «Dr. iur.» an.

Die exklusiven und einmaligen Studienprogramme, die berufsbegleitend belegt werden können, brachten die UFL in kurzer Zeit auf Wachstums- und Erfolgskurs. Die Nachfrage nach Studienplätzen für das Wintersemester 2007/08 liegt um mehr als die Hälfte höher als im Vorjahr und übertrifft alle Erwartungen. Prof. Dr. Willi Ribi, Rektor der UFL, führt diese verstärkte Nachfrage auf die Anerkennung der Studienabschlüsse im EU-Raum, auf die internationale Zusammensetzung des Professoren-Lehrkörpers sowie auf die Möglichkeit von Studienaufenthalten in den USA und Asien zurück. Ausserdem bestehen für die Studierenden vielfältige Möglichkeiten des aktiven Networkings während des Studiums in Liechtenstein und den Studienaufenthalten im Ausland. «Wir sind uns der Verantwortung bewusst», betont Rektor Dr. Willi Ribi, «die eine sich immer schneller wandelnde Gesellschaft an eine Universität stellt.» Nach den wechselnden Bedürfnissen der Gesellschaft und auch der Wirtschaft werden die Deutsch- und Englischsprachigen Studienprogramme sowie die fächerübergreifenden Weiterbildungsprogramme laufend angepasst.

In Übereinstimmung mit der steigenden Nachfrage nach vertiefender juristischer Ausbildung bietet die UFL neu ein Doktoratsstudium an, das auf den attraktiven Bereich Vermögensrecht ausgerichtet ist. Angesprochen sind Absolventen universitärer juristischer Studiengänge, die sich wissenschaftlich mit Wealth Management auseinandersetzen und damit einen Beitrag zur Forschung und zur Vertiefung ihrer professionellen Kompetenz leisten wollen. Im Promotionsstudium erlangen die Studierenden die Fähigkeit zur selbständigen wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit rechtlichen Fragestellungen in einem internationalen und komplexen Umfeld mit interdisziplinären Schnittstellen zu den verschiedenen Aspekten des Private Wealth Management. Die Studierenden erhalten nach der Erbringung des erforderlichen Leistungsausweises den durch Liechtenstein und damit auch international anerkannten akademischen Grad eines Doktors der Rechtswissenschaft (Dr. iur.).

Zahlen und Fakten

Mit Studienbeginn 2007/08 sind an der Universität für Humanwissenschaften in Liechtenstein insgesamt 85 Studierende eingeschrieben. Die Studierenden teilen sich in drei Studienrichtungen auf:

  • 35 Doktoranden im Studium für wissenschaftliche Medizin „Dr.scient.med.“
  • 13 Doktoranden im Studium «Dr. iur».
  • 37 Studierende im Executive Master (LL.M) in Vermögensrecht

Die Studierenden stammen vorwiegend aus Österreich, Deutschland, und der Schweiz.  Rund ein Viertel hat Wohnsitz im Fürstentum Liechtenstein.

Triesen, 31.10.07