Varianten des Kell-Blutgruppensystems stellen die Transfusionsmedizin regelmässig vor diagnostische und klinische Herausforderungen. Nicht jede genetische Veränderung führt gleichermassen zur Bildung klinisch relevanter Antikörper. Mit „Kell-Score“ wurde nun eine frei zugängliche Webressource entwickelt, die die potenzielle Immunogenität neu identifizierter Kell-Varianten systematisch bewertet. Das Tool kombiniert serologische, genetische und strukturelle Informationen und unterstützt damit die Risikoabschätzung bei Transfusionen sowie die wissenschaftliche Interpretation neuer Varianten. An der Studie beteiligt waren unter anderem Maike Bublitz-Meier und Christoph Gassner vom Institut für Translationale Medizin der Privaten Universität im Fürstentum Liechtenstein. Die Arbeit entstand in Zusammenarbeit mit Forschenden der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein.
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