
Im Mittelpunkt des Abends standen die Forschenden der drei Institutionen des Hochschulverbunds, die ihre Arbeiten einer breiten Öffentlichkeit präsentierten. Besonders stark vertreten war die Private Universität im Fürstentum Liechtenstein (UFL), deren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Vielfalt und gesellschaftliche Relevanz ihrer Forschungsaktivitäten eindrucksvoll aufzeigten.
Im Rahmen der Science Slams präsentierten Tim Goswin und Axel Dockhorn ihre Forschungsarbeiten verständlich, pointiert und unterhaltsam. Beim anschliessenden Posterrundgang erhielten die Besucherinnen und Besucher vertiefte Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte der UFL. Ursula Rudin und weitere Forschende stellten Erkenntnisse zu neurologischen Biomarkern bei Schlafapnoe und Rauchen vor und zeigten neue Ansätze für die Erforschung neurologischer Veränderungen auf. Magdalena Neyer und ihr Forschungsteam präsentierten Arbeiten zur Entwicklung innovativer lipidsenkender Therapien, die einen wichtigen Beitrag zur Prävention und Behandlung kardiovaskulärer Erkrankungen leisten können.
Weitere Einblicke in die medizinische und biomedizinische Forschung der UFL boten die Präsentationen zur GAPP-Studie (Genetic and Phenotypic Determinants of Blood Pressure and Other Cardiovascular Risk Factors), die unter der Leitung von Lorenz Risch durchgeführt wird (ILM). Die Langzeitstudie untersucht genetische und phänotypische Einflussfaktoren auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen und liefert wertvolle Erkenntnisse für die Präventionsforschung. Ebenfalls vorgestellt wurde eine strukturbasierte Analyse von Varianten des Transkriptionsfaktors KLF1 von Kevin Alexander Kranz und Maike Bublitz-Meier, die neue Perspektiven für das Verständnis genetisch bedingter Blutbildungsstörungen eröffnet (ITM). Stephan Möhrle, präsentierte aktuelle Forschungsarbeiten im Bereich des Neutralitätsrechts. Seine Untersuchungen beleuchten die Bedeutung und Weiterentwicklung des Neutralitätsrechts vor dem Hintergrund aktueller geopolitischer Herausforderungen und leisten einen Beitrag zur völkerrechtlichen Diskussion.
Daniela Purin präsentierte einen innovativen Ansatz zur Sichtbarmachung des gesellschaftlichen Nutzens wissenschaftlicher Forschung. Mithilfe modernster digitaler Technologien zeigte sie auf, wie sich der Wirkungsfluss von Forschungsaktivitäten der UFL – von wissenschaftlichen Erkenntnissen über den Wissenstransfer bis hin zu gesellschaftlichen Effekten – transparent abbilden und analysieren lässt. Der Beitrag verdeutlichte das Potenzial datenbasierter Methoden zur evidenzbasierten Darstellung von Forschungswirkung.
Im Rahmen der Podiumsdiskussion «Future Skills» diskutierte Bernhard Güntert, Professor für Gesundheitsökonomie und Gesundheitssystemanalyse und -forschung an der Medizinisch-Wissenschaftlichen Fakultät der UFL, gemeinsam mit Vertretern aus Politik und Wissenschaft über zukünftige Kompetenzanforderungen für Wirtschaft und Gesellschaft.
Die Veranstaltung machte deutlich, wie vielfältig und interdisziplinär die Forschungslandschaft in Liechtenstein ist. Die Beiträge der UFL zeigten insbesondere die Breite ihrer Forschungsschwerpunkte – von Gesundheitswissenschaften und Molekularbiologie über Präventionsforschung bis hin zu den Auswirkungen digitaler Technologien auf Wissenschaft und Gesellschaft. Gleichzeitig unterstrich der Anlass die Bedeutung der Zusammenarbeit innerhalb des Hochschulverbunds Liechtenstein, der sich aus der Universität Liechtenstein, der UFL und dem Liechtenstein-Institut zusammensetzt und sich für die Sichtbarkeit von Forschung und die Förderung des wissenschaftlichen Austauschs engagiert.
