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Welche Rolle spielt die Schwerkraft für die Entstehung komplexen Lebens?

Ein Artikel von Prof. mult. Dr. med. Dr. rer. nat. Oliver Ullrich und Dr. Cora S. Thiel widmet sich einer ungewöhnlichen, aber fundamentalen Frage: Hat die konstante Erdgravitation die Evolution komplexer Organismen mitgeprägt?

Die Arbeit führt Erkenntnisse aus Evolutionsbiologie, Mechanobiologie, Genomforschung und Raumfahrtmedizin zusammen und entwickelt eine neue Hypothese: Die Schwerkraft könnte über Milliarden Jahre als stabile mechanische Randbedingung gewirkt haben, die die Entwicklung komplexer Vielzelligkeit, stabiler Zellidentitäten und robuster Gewebestrukturen begünstigte, basierend auf der Entwicklung einer dreidimensionalen Genomarchitektur.

Die Hypothese basiert auf eigenen experimentellen Arbeiten der Autoren, die sie in den Kontext neuerer Erkenntnisses zur Entwicklung der Multizellularität setzen. Dadurch schufen sie eininterdisziplinäres Modell, das neue Perspektiven für das Verständnis der Gravitation als Lebensgrundlage eröffnet.

Prof. mult. Dr.med. Dr.rer.nat. Oliver Ullrich ist Gastprofessor für Luft- und Raumfahrtmedizin am Institut für Labormedizin (ILM) an der UFL 

Die UFL ist Kooperationspartner und Gründungsmitglied des Center for Space and Aviation Switzerland and Liechtenstein und engagiert sich damit aktiv in der Förderung von Forschung, Innovation und internationaler Zusammenarbeit in den Bereichen Luft- und Raumfahrt sowie Weltraummedizin.

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