Open Science an der UFL
Die Private Universität im Fürstentum Liechtenstein (UFL) versteht Open Science als zukunftsweisenden Ansatz für eine offene, transparente und verantwortungsvolle Wissenschaft. Mit der Verabschiedung ihrer institutionellen Grundsatzposition bekennt sich die UFL erstmals ausdrücklich zu den internationalen Prinzipien von Open Science und schafft damit die Grundlage für die zukünftige Weiterentwicklung einer offenen Forschungskultur.
Offene Wissenschaft bedeutet, wissenschaftliche Erkenntnisse möglichst zugänglich, nachvollziehbar und nachnutzbar zu machen – zum Nutzen von Forschung, Gesellschaft, Wirtschaft und Politik.

Was ist Open Science?
Open Science umfasst verschiedene Elemente einer offenen Wissenschaftspraxis. Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse transparent zu gestalten, die Zusammenarbeit zu fördern und Forschungsergebnisse möglichst frei zugänglich zu machen.
Dazu gehören insbesondere:
Open Science verbessert die Sichtbarkeit wissenschaftlicher Arbeiten, erleichtert internationale Kooperationen und trägt dazu bei, Forschung nachvollziehbarer und effizienter zu gestalten.
Warum Open Science?
Offene Wissenschaft schafft Mehrwert für alle Beteiligten.

Für Forschende
- höhere Sichtbarkeit wissenschaftlicher Arbeiten
- grössere Reichweite und Zitierhäufigkeit
- bessere internationale Vernetzung
- bessere Voraussetzungen bei Förderprojekten

Für Gesellschaft und Praxis
- freier Zugang zu wissenschaftlichem Wissen
- schnellere Umsetzung neuer Erkenntnisse
- transparente Forschung
- nachhaltiger Wissenstransfer

Für die Universität
- stärkere internationale Positionierung
- höhere Sichtbarkeit der Forschungsleistungen
- Anschluss an internationale Forschungsstandards
- Grundlage für zukünftige Open-Science-Massnahmen
Open Science an der UFL
Mit der verabschiedeten Grundsatzposition hat die UFL einen wichtigen ersten Schritt vollzogen.
Bereits heute werden Elemente von Open Science an der UFL gelebt.
Zahlreiche
Veranstaltungen zur Wissenschaftskommunikation
2026
Verabschiedung der Open Science Policy
60 %
Open-Access-Publikationen
Unsere Grundsätze
- Transparenz: Wir fördern nachvollziehbare Forschung.
- Offenheit: Wissenschaft soll möglichst zugänglich sein.
- Verantwortung: Datenschutz und Ethik stehen an erster Stelle.
- Zusammenarbeit: Internationale Vernetzung stärken.
Open Access
An der UFL gelten Publikationen als offen zugänglich (Open Access), wenn sie digital, online, kostenlos sowie frei von den meisten urheberrechtlichen und lizenzrechtlichen Beschränkungen verfügbar sind. Es bestehen unterschiedliche Möglichkeiten, Open Access zu realisieren; welche Publikationsform im Einzelfall geeignet ist, hängt von den jeweiligen Umständen ab. Die UFL versteht Open Access als ein fakultätsübergreifendes Anliegen. Zugleich erkennt sie die unterschiedlichen Publikationskulturen beider Fakultäten an, ermutigt jedoch alle Forschenden, die Chancen offener Publikationen – insbesondere hinsichtlich Sichtbarkeit, Wissenstransfer und Transparenz – zu nutzen.
Open Access kann auf unterschiedlichen Wegen erfolgen. Die folgenden Modelle zeigen die gängigsten Möglichkeiten
Die Publikation erscheint direkt in einer Open-Access-Zeitschrift und ist sofort frei zugänglich

Das Manuskript wird zusätzlich in einem institutionellen oder fachlichen Repositorium veröffentlicht

Einzelne Artikel werden in einer kostenpflichtigen Zeitschrift durch Zahlung einer Gebühr Open Access bereitgestellt.

Die Publikation ist sowohl für Autoren und Autorinnen als auch für Leser:innen kostenlos. Die Kosten werden z.B. von Institutionen oder Förderern getragen.

Bereits rund 60 % der wissenschaftlichen Publikationen der UFL (mehrheitlich von der Medizinwissenschaftlichen Faktultät) erscheinen im Open Access und leisten einen wichtigen Beitrag zur internationalen Sichtbarkeit der Forschung. Die Entwicklung zeigt, dass offene Publikationsformen an der UFL bereits heute fest etabliert sind – auch wenn institutionelle Förderinstrumente erst in einem nächsten Schritt aufgebaut werden sollen.
Forschungsdaten (Open Data)
Forschungsdaten sind alle im Rahmen wissenschaftlicher Tätigkeit erhobenen oder gene-rierten Daten, die der Überprüfung und Nachnutzung wissenschaftlicher Ergebnisse dienen. Die UFL versteht den offenen Umgang mit Forschungsdaten als Teil ihrer Open-Access-Bestrebungen, soweit rechtliche, ethische oder vertragliche Verpflichtungen dem nicht entgegenstehen. Dabei soll die Veröffentlichung den FAIR-Prinzipien (Findable, Ac-cessible, Interoperable, Reusable) folgen und Transparenz, Nachvollziehbarkeit sowie wissenschaftlichen Austausch fördern. Personenbezogene Daten sind zu anonymisieren, vertrauliche Inhalte zu schützen und Rechte Dritter zu wahren. Ob und in welchem Umfang Forschungsdaten offengelegt werden, ist im Einzelfall zu entscheiden.
Offene Ressourcen
- Offene Verwaltungsdaten
Die UFL verpflichtet sich, Verwaltungsdaten, die nicht dem Datenschutz oder der Vertraulichkeit unterliegen, offen zur Verfügung zu stellen. Damit soll Transparenz gefördert, die Nachnutzung durch Wissenschaft und Gesellschaft erleichtert und ein Beitrag zur digitalen Transformation geleistet werden. Freie Software
Die UFL empfiehlt, bei der Auswahl und Nutzung von Software in Forschung und Verwaltung zu prüfen, ob der Einsatz freier und quelloffener Softwarelösungen möglich und sinnvoll ist.
Wissenschaftskommunikation
Die UFL versteht Wissenschaftskommunikation (oder auch: Citizen Science) als Brücke zwischen Forschung und Gesellschaft. Sie strebt an, Forschungsergebnisse in verständlicher Form zu vermitteln, um Transparenz, Dialog und Vertrauen zu fördern. Die UFL arbeitet darauf hin, dass die erzielten Forschungsergebnisse in geeigneter Form aufbereitet und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Ziel ist es, Transparenz zu schaffen, Vertrauen in die Wissenschaft zu stärken und den gesellschaftlichen Nutzen der Forschung sichtbar zu machen.
Durch institutionelle Kommunikationskanäle –Veranstaltungen, Publikationen und digitale Medien, möchte die UFL den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft fördern. Zudem ermutigt sie ihre Forschenden, neben der wissenschaftlichen Publikation auch geeignete Formate wie öffentliche Vorträge, Medienbeiträge oder digitale Kanäle selbst zu nutzen, um die Sichtbarkeit und den gesellschaftlichen Nutzen von Wissenschaft zu erhöhen.
Die UFL versteht Wissenschaftskommunikation als wichtigen Bestandteil von Open Science.
Dazu gehören unter anderem:
- Wissenschaftssymposium
- Health & Life Sciences und Podium Recht Veranstaltungen
- die Wissenschaftsgespräche Triesen
- öffentliche Vorträge
- das Forschungsmagazin 160 zum Quadrat
- digitale Informationsangebote
- Veranstaltungsaufzeichnungen
Damit werden wissenschaftliche Erkenntnisse einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht und der Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft gefördert.

