Das berufsbegleitende Doktoratsstudium der Rechtswissenschaften (Dr. iur.) dient der Vertiefung der juristischen Kenntnisse der Studierenden, der kritischen Reflexion ihrer Tätigkeit als Forschende sowie der Abfassung einer Dissertation. Das Ziel des Doktoratsstudiums «Dr. iur.» besteht darin, dass die Studierenden die Fähigkeit zur selbständigen wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit rechtlichen Fragestellungen erlangen. Diese Fähigkeit dokumentieren sie mit dem Verfassen ihrer Doktorarbeit (einer Monographie), in der sie sich intensiv mit einem Thema beschäftigen. Die vertiefte Auseinandersetzung mit den relevanten Aspekten des Dissertationsthemas, das Herausarbeiten und Beantworten der massgebenden Fragen und die Veröffentlichung der gewonnenen Forschungsergebnisse schaffen einen Mehrwert, insbesondere für die mit der Rechtsetzung und Rechtsanwendung beschäftigten Institutionen, aber auch für die Wirtschaft und die Zivilgesellschaft.

Der Fokus der vertiefenden Fachausbildung liegt im Wirtschafts- und Steuerrecht, im Europarecht sowie im Rechtsvergleich. Die rechtsvergleichende Ausrichtung der Rechtswissenschaftlichen Fakultät an der UFL lockt über 80 Prozent der Studierenden aus dem deutschsprachigen Ausland an. In Anbetracht des intensiven Wirtschaftsverkehrs innerhalb Europas, das jedoch nach wie vor mit verschiedenen Rechtssystemen ausgelegt ist, ist die wissenschaftliche Aufarbeitung rechtlicher Fragen in rechtsvergleichendem Sinne zunehmend ein Bedürfnis. Neben internationalen Experten und Expertinnen ist es für die Rechtswissenschaftliche Fakultät besonders erfreulich, ausgewiesenen Fachexperten aus Liechtenstein für die Lehre im Doktoratsstudium «Rechtswissenschaften» zu gewinnen und so auch Lehrveranstaltungen zu liechtensteinischen Fragestellungen bestmöglich anbieten zu können.

Angesprochen sind Juristen/Juristinnen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum, die ein rechtswissenschaftliches Studium mit Erfolg abgeschlossen haben. Sie müssen bereit sein, sich intensiv mit einer wissenschaftlichen Fragestellung auseinanderzusetzen und damit einen Beitrag zur Forschung und zur Vertiefung ihrer professionellen Kompetenz zu leisten. 

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