Zurück zur Übersicht

Token als Wertrechte

Donnerstag, 21. Januar 2021 18:30 Uhr
Private Universität im Fürstentum Liechtenstein (UFL), Dorfstrasse 24, 9495  Triesen 

Das seit 01.01.2020 in Liechtenstein in Kraft befindliche sogenannte «Blockchain-Gesetz» (TVTG) hat massgebliche zivilrechtliche wie aufsichtsrechtliche Änderungen mit sich gebracht. Es wird nicht nur das Abstraktions­prinzip in die liechtensteinische Rechtsord­nung in Bezug auf das TVTG implementiert, sondern es werden auch Dienstleister, die sich sogenannter vertrauenswürdiger Technologi­en wie der Blockchaintechnologie bedienen, teilweise aufsichtsrechtlich reguliert. Der Vortrag soll einen Abriss über Wertrechte (entmaterialisierte Wertpapiere) gemäss Block­chain-Gesetz (TVTG) und PGR bieten. Dabei darf nicht ausser Acht gelassen werden, dass die liechtensteinische Rechtsordnung bereits seit dem Inkrafttreten des PGR im Jahre 1926 mit entmaterialisierten Wertpapieren vertraut ist. Insbesondere wird ein Überblick über die jeweils anzuwendenden zivilrechtlichen Regime – Abstraktionsprinzip für Wertrechte gemäss TVTG und Kausalprinzip für Wertrechte gemäss PGR – geschaffen und es werden diese Übertragungsordnungen der liechtensteini­schen Rechtsordnung in Bezug auf (tokenisier­te) Wertrechte gegenübergestellt.

Doch unabhängig vom TVTG können auch bestehende Unionsrechtsakte auf tokenba­sierte Geschäftsmodelle Anwendung finden. Der Referent wird dabei auf seine wissen­schaftliche wie professionelle Expertise zu­rückgreifen, um Finanzinstrumente, Einlagen- und E-Geldgeschäft als aufsichtsrechtlich kommunizierende Gefässe anschaulich von virtuellen Währungen abzugrenzen.

Dr. Josef Bergt

Der Referent ist Spezialist im liechtensteinischen und europäischen Gesellschafts-, Banken- und Finanz­marktrecht und kann auf eine umfassende Expertise in Zusammenhang mit regulatorischen Rahmen­bedingungen von Finanzmärkten, insbesondere auch hinsichtlich neuer Technologien wie der Distributed Ledger Technology, verweisen. Neben seiner Tätigkeit als Autor referiert er auch bei internationalen Veranstaltungen und an Universitäten.

Zurück zur Übersicht
Zum Inhalt springen