Die Forschungsinstitute der UFL

Institut für Translationale Medizin

Das neu gegründete «Institut für Translationale Medizin» arbeitet als akademische Forschungs- und Ausbildungsstätte der UFL. Die klinische Forschung des Instituts erfolgt an Kranken und Gesunden. Sie ist interdisziplinär ausgerichtet und beschäftigt sich mit der schnellen und effizienten Umsetzung präklinischer Forschung in die klinische Entwicklung. «Translation» bedeutet die Übersetzung von Forschungsresultaten der Grundlagen-Forschung in Anwendungen, definiert Gesundheit und verbessert Diagnostik und Therapie für Kranke. Das Institut ist gleichzeitig Labor und Innovationsschmiede.

Das «Institut für Translationale Medizin» beforscht Gesundheit und Abweichung davon. Die Forschung ist eigenständig und innovativ und zielt primär auf eine Verbesserung von Diagnosen. Die Inhalte der Forschung sind ausgerichtet auf den Nutzen für die Einwohner des Fürstentums Liechtenstein und ihrer Eignung für akademische Lehre und richtet sich nach der vorhandenen Expertise. Die Forschung ist inhaltlich und publizistisch kompetitiv und verwendet in erster Linie (populations)genetische Methoden im Einklang mit ethischen Grundsätzen und nur mit ausdrücklichem Einverständnis aller Untersuchten.

 

 

On Air

Prof. Gassner spricht über das Forschungsprojekt «Referenz-Genom Blutgruppen»

Prof. Gassner dankt den Spendern für Ihre Blutprobe 

Forschungsprojekt «Referenz-Genom Blutgruppen»

Blutgruppen sind wesentlich vielgestaltiger als langläufig bekannt. Neben dem Blutgruppensystem Nummer 1, dem ABO mit den individuell ausgeprägten Eigenschaften, A, B, AB oder O und dem System Nummer 4, dem RhD mit der Ausprägung positiv, oder negativ, gibt es weitere 41 Blutgruppen-Systeme. Man kennt heute 376 Blutgruppen-Eigenschaften («Antigene»), die sich von Mensch zu Mensch unterscheiden können. Diese Unterschiede spielen für glückliche Schwangerschaften und erfolgreiche Transfusionen eine bedeutende Rolle. Schlussendlich fungiert das Immunsystem als «Schiedsrichter» und erlaubt «fremdes Blut» mit wenigen Unterschieden zum Eigenen, oder aktiviert sich und bildet Antikörper gegen «Fremdes». Hinzu kommen Eigenschaften, vergleichbar mit Blutgruppen, die sich jedoch auf Blutplättchen und Granulozyten befinden.

Für das Forschungs-Projekt «Referenz-Genom Blutgruppen» wird Erbmaterial von ungefähr 75 der insgesamt in jedem Menschen ca. 20.000 vorhandenen Gene untersucht. Dabei untersuchen wir die gleichen Gene bei jedem Menschen, aber es interessiert vor allem die Variation dieser Gene. Wir nennen diese Varianten wissenschaftlich «Allele». Es handelt sich um ein Projekt, das gleichzeitig in Bern, Kiel und Wien durchgeführt wird.

Mehr lesen >>

Zum Inhalt springen